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Ist der Niedergang der klassischen Telefonkarte besiegelt? |
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Warum ist die Nutzung von Telefonkarten bei öffentlichen Telefonzellen stark zurückgegangen? Kurze Erläuterung
Wer noch vor ein wenigen Jahren von unterwegs
telefonieren wollte, dem blieb im öffentlichen Fernsprecher neben
Kleingeld einzig die Nutzung der Telefonkarte als Zahlungsmethode. Die
Situation hat sich seit Beginn des Handybooms grundlegend verändert und
entsprechend sieht man auf dem Europamarkt für Telefonkarten schwere
Umsatzeinbußen. Und die Abnahme geht noch weiter: Im Jahr 2000 auf 1,68
Milliarden US-Dollar beziffert, soll das Marktvolumen bis 2008 auf 740
Millionen US-Dollar fallen. Allerdings rechnet man damit, dass der Markt
dann auf diesem Niveau verbleibt.
Der Mobilfunkboom, die zurückgehenden
Investitionen im Festnetz-Bereich, die Rückkehr zu Münzen als Bezahlung
für sporadische Gespräche von öffentlichen Fernsprechern und innovative
Technologien wie SmartCards von Banken mit Telefonkarten-Funktion, im
Voraus bezahlte Prepaid-Remote-Memory-Karten und Postpaid-Karten sind die
wichtigsten Faktoren, die die klassische Telefonkarte immer weiter ins
Abseits drängen. Die Einführung von Chip-basierten Karten als Ersatz
für die traditionelle Magnetstreifenkarten galt zunächst als wichtiger
Fortschritt, brachte der Branche jedoch nicht die gewünschte Revolution.
Die zentrale Herausforderung für die Anbieter von Telefonkarten in Europa
besteht nun nicht darin, den Markt wiederzubeleben -- vielmehr geht es
darum, den Rückgang erfolgreich zu managen.
Der Markt für die Telefonkarten, wird
von Post- und Fernmeldegesellschaften (PTTs) dominiert und ist begrenzt
und gesättigt. Einige Faktoren werden den Markt vor einem Sturz ins
Bodenlose bewahren können, wenn die Anbieter ihre Strategien entsprechend
anpassen werden. Zum einen steigt das richtige Bewusstsein um die hohen
Mobilfunktarife, vor allem im Prepaid-Bereich, was die Möglichkeit zum
Angebot von sehr guten Telefonkarten als Kombinationsprodukt eröffnet.
Zudem gilt es, verstärkt auf die Vorteile der Karten hinzuweisen: So z.B.
auch in Bereichen, wo das Funknetz Lücken hat, z.B. als "Back-up-Option"
oder einfach als ein Produkt mit bequemem Format.
Als weitere wichtige und richtige Strategie
gelten die bereits praktizierten Preisnachlässe auf Karten. Diese Möglichkeit
wird allerdings durch diverse Serviceverpflichtungen und
Telekom-Regulierungen nicht unerheblich begrenzt.
Den anderen Wettbewerbern wird die Situation
zusätzlich weiter erschwert, weil die Mehrheit von ihnen als
Ex-Monopolisten immer noch mit den vielfältigen Nachwirkungen der Öffnung
der Telekommunikationsmärkte zu kämpfen haben. In der Reaktion darauf
wurden die Aktivitäten vielerorts auf die attraktiveren Produktmärkte
verlegt, darunter auch auf den lukrativen Mobilfunksektor. Mittlerweile
hat sich eine große Anzahl von PTTs Telefonkarten entwickelt, die Prepaid
Remote Memory als ein Zusatzmerkmal aufweisen, d.h. das Guthaben kann über
eine spezielle Telefonnummer von jedem normalen Apparat aus abtelefoniert
werden. Damit erhalten die Karten nicht nur eine deutlich erhöhte
Funktionalität, gleichzeitig steigt auch ihre Attraktivität innerhalb
des Mobilfunkmarkts entscheidend an.
Diese zukunftsweisenden Strategien werden mit
dazu beitragen, dass der verbleibende Kundenstamm der Telefonkarte treu
bleibt wird und nicht zu den mobilen Prepaid-Optionen abwandert. Ein
vorsichtiger Optimismus ist daher zulässig.
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29.12.2009 Mobiltelefone drängen die klassischen Telefonkarten ins
Abseits. Prepaid Telefonkarten, Calling Card, Prepaid Cards:
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